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11.04.2007

Warum Old Media Weblogs nicht funktionieren

Mit zunehmender Popularität der Weblogs, fühl(t)en sich immer mehr klassische Medien bemüßigt, ebenfalls ein oder gleich mehrere Blogs zu betreiben. Doch die "Zeitungsblogs" funktionieren nicht oder fristen ein Mauerblümchendasein.

Gemessen an Reichweite und Leserinteresse des Hauptmediums, sind die Online-Tagebücher klassischer Publikationen gar als Flop zu bezeichnen: kaum Audienz, kaum Kommentare, kaum Relevanz innerhalb der Blogosphäre. Auf dem ersten Blick verwunderlich, denn die Autoren dieser Weblogs sind meist professionelle Journalisten, geübt im Umgang mit der Informationswirtschaft. Warum sind Zeitungsblogs - mehrheitlich - Rohrkrepierer?
Mark Evans liefert (Link: http://markevanstech.com/2007/04/05/why-newspaper-blog-dont-work/) eine knappe aber treffende Antwort:

Fundamentally, most reporters writing blogs are doing so because they have to do it; not because they want to do it. As a result, these blogs lack passion and enthusiasm - two critical elements for successful blogs.

Der von der Redaktions- bzw. Verlagsleitung aufoktruierte Schreibzwang in Verbindung mit Lustlosigkeit oder Uneinsichtigkeit auf Seite des zum Bloggen "verdammten" Redakteurs (Wozu soll das gut sein? Ich habe schon so kaum Zeit...) tragen freilich kaum dazu bei, dass sich der "Autor wider Willen" mit Herz und Enthusiasmus einbringt. Dementsprechend lasch und halbherzig sind die Inhalte, die potentielle Leserschaft quittiert dies mit Nichtbeachtung.
Wie Mark Evans richtig bemerkt, ist Erfolglosigkeit in Sachen Blogs nicht überall Normalzustand - allerdings sind Old-Media-Success-Stories in Sachen Bloggerei eher Ausnahme denn Regel.