Artikel drucken

13.04.2007

Hugo Chavez Video - Zwischen Medienlügen und Propaganda

Anfang April 2002 fand in Venezuela ein organisierter Putsch gegen Präsident Hugo Chavez statt. Heute vor fünf Jahren hieß - wenn auch nur für 36 Stunden - der venezolanische Staatsoberhaupt Pedro Carmona. Die Ereignisse dieser für Venezuela bewegten Tage erscheinen in einem Nebel von Desinformation, Medienlügen und Politpropaganda.

Hugo Chavez hat schon immer die Menschen gespalten, er hat glühende Verehrer und erbitterte Feinde. Es waren seine Feinde, darunter venezolanische Industrielle, Teile der Kirche und Polizei und vom Ausland gesteuerte Interessenverbände und Personen, die den Putsch gegen Chavez in den ersten Tagen des April 2002 vorbereiteten.
Nicht nur uns Europäer wurden die Ereignisse verfälscht präsentiert, zu groß war die Bedeutung der Medien und deren Lenker während dieser Tage. Es waren Tage der Medienlügen, Meinungsmache und der Propaganda, sowohl auf Seite der Putschisten um den Industriellen Pedro Carmona und Alfredo Pena, als auch auf Seite der Bolivaristen (Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Bolivarismus) um Hugo Chavez. Im Grunde genommen, war es eine - im nachhinein gesehen - semiperfekte Inszenierung eines Kampfes um Macht und politischen und wirtschaftlichen Interessen.

Die Verlierer dieser traurigen Episode waren in der Hauptsache die Medien, die sich für keine Lüge oder Halbwahrheit zu schade waren - und die Menschen, die an eine objektive und unvoreingenommene Berichterstattung glaubten. Die folgende Dokumentation belegt die Ereignisse dieser Tage aus Sicht eines Irischen Kamerateams und versucht, die Geschehnisse aus neutraler Sicht darzustellen. Ob man Hugo Chavez liebt oder hasst, diese Dokumentation verdient die Empfehlung besonders wertvoll, auch wenn sie "nur" englisch untertitelt ist und 90 Minuten dauert

Die Darstellung der Ereignisse in den Landesmedien sollten den Menschen auch hierzulande zu denken geben: Um Haaresbreite, wäre es den venezolanischen Medien gelungen, eine Wirklichkeit zu schaffen, anstatt sie zu vermitteln.