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19.04.2007

Terrorregime-Kollaborateur Yahoo vor Gericht

Einige der Menschen bei Validome sind ehemalige Ostblock-Kinder. Aufgrund eigener Erlebnisse und einschlägiger Erfahrungen, sind hier Kommunisten, Denunzianten, Terrorregimes und deren Handlanger naturgemäß nicht very beliebt.

Seelenverkauf bei YahooUnd demokratiefeindliche Portalbetreiber wie Yahoo (Link: http://www.validome.org/blog/news/Item-109), die mit der Weitergabe von Nutzerdaten an Peking, den Mastdarm von Terrorregimes ölen möchten, schon mal gar nicht. Ähnlich wie andere amerikanische Unternehmen, hat Yahoo in China ein Waterloo erlebt, was nicht unbedigt bedeutet, dass es besser gelaufen wäre, wenn man sich mit den Methoden des chinesischen Terrorregimes solidarisiert hätte. Das macht Yahoo aber (Link: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/browse/9/article/9/yahoo-erneut-an-festnahme-von-journalist-beteiligt.html) und glaubt dabei, seinen ignoranten Hintern in China retten zu können. Der Fall Shi Tao (Link: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/archiv/pressemitteilungen/archiv-pressemitteilungen-single/period/1172770919///browse/9/article/39/reporter-ohne-grenzen-konfrontiert-yahoo-mit-video.html) ist nur ein Beispiel aus Yahoo's erfolgreicher Karriere als Peking-Kollaborateur und Seelenverkäufer.

Wie jetzt die Washington Post berichtet (Link: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/04/18/AR2007041802510.html), hat der chinesische Dissident Wang Xiaoning (Link: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/browse/9/article/9/yahoo-hat-in-weiterem-fall-mit-chinesischer-polizei-kooperiert.html) Klage bei einem Bundesgericht in San Francisco gegen den Kollaborateur eingereicht; Xiaoning war 2003 zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er nach Ansicht des Gerichts, subversive Artikel online gestellt hatte. Dabei sieht es der Anwalt von Xiaoing und verschiedene Menschenrechtsorganisationen als erwiesen an, dass Yahoo, die sensiblen Daten die zur Identifikation des Autors geführt hatten, an Peking weitergeleitet hatte

Yahoo is guilty of an act of corporate irresponsibility, said Morton Sklar, executive director of the group. Yahoo had reason to know that if they provided China with identification information that those individuals would be arrested.
[...]
The suit says prosecutors in the Chinese courts cited Yahoo's cooperation.

Ein Pressesprecher von Yahoo, soll zu diesem Thema gesagt haben, sein Unternehmen "verurteile die Unterdrückung der Meinungsfreiheit". Na klar, mein Name ist Hase sagt der ertappte Kollaborateur und verwickelt sich immer mehr in Lügen und widersprüchlichen Aussagen (Link: http://www.netzeitung.de/internet/367141.html) zu seiner "Zusammenarbeit" mit Peking.
Man sollte Denunzianten und Kollaborateure grundsätzlich boykottieren (Link: http://www.validome.org/blog/news/Item-123) - der Meinungs- und Pressefreiheit zuliebe. Yahoo sucks (Link: http://www.reciprocity-failure.com/YahooSucks.html)!

[Update 1]
Mehr Stimmen zum Fall Wang Xiaoning / Yahoo-Denunziantentum:

"We already knew that Yahoo! collaborates enthusiastically with the Chinese regime in questions of censorship, and now we know it is a Chinese police informant as well" - Blogherald vom 06.09.2005 (Link: http://www.blogherald.com/2005/09/06/information-supplied-by-yahoo-helped-chinese-journalist-get-10-years-in-prison/)

"Yahoo has come under sharp criticism. Human rights groups say that Yahoo has helped identify at least four people, including the journalist Shi Tao in 2004, who have since been imprisoned for voicing dissent in cyberspace." - Taipei Times vom 20.04.2007 (Link: http://www.taipeitimes.com/News/world/archives/2007/04/20/2003357436)

"Yahoo betrayed my husband and deprived him of freedom - Yahoo must learn its lesson." - Yu Xiaoning in Wired (Link: http://www.wired.com/politics/onlinerights/news/2007/03/72972)

"To commit these violations of specific, universal, and obligatory standards of international law, Defendants willingly provided Chinese officials with access to private e-mail records, copies of email messages, e-mail addresses, user ID numbers, and other identifying information about the Plaintiffs and the nature and content of their use of electronic communications. This information, available only to the Defendants, was voluntarily provided to Chinese officials by Defendants Yahoo! Inc., its agents, wholly-owned subsidiaries Yahoo! HK and Yahoo! China, and its strategic partner Alibaba.com, Corp., and served as the basis for the acts of persecution and torture that followed as a direct result of the Defendant's activities." Klageschrift gegen Yahoo (Link: http://blog.wired.com/27bstroke6/files/yu_yahoo_complaint.pdf) - PDF-Dokument, 346 kb

[Update 2] 20.04.2007 | 12:30
Soeben bezieht Yahoo! auf eine Anfrage unsererseits Stellung per Mail:

"Offizielles Yahoo-Statement"
Yahoo! ist sehr besorgt darüber, dass Bürger in China festgenommen wurden, weil sie ihre politischen Ansichten im Internet geäußert haben. Wir fordern hiermit das US-Außenministerium auf, diese Angelegenheit der freien Meinungsäußerung in bilateralen und multilateralen Foren mit Vertretern Chinas sowie mit anderen Mitteln wie Handel und Diplomatie weiterhin zur Priorität zu erklären, um dabei zu helfen, die Freiheit dieser Dissidenten zu sichern.

Wir hatten bisher noch keine Gelegenheit, das heute eingereichte Verfahren zu prüfen und zu analysieren. Damit ist es für uns noch zu früh, einen Kommentar zu den Besonderheiten dieses Falls abzugeben.

Jedoch sind die Bedenken in Bezug auf die chinesische Regierung, die Unternehmen dazu zwingt, chinesischen Gesetzen zu folgen und Benutzerdaten offenzulegen, nicht neu. Unternehmen, die in China geschäftlich tätig sind, müssen sich an die chinesischen Gesetze halten, da ihre lokalen Mitarbeiter sonst mit zivil- und strafrechtlichen Folgen rechnen müssen.

Wir sind überzeugte Verfechter der Menschenrechte und unterstützen als Unternehmen, das sich auf Offenheit beruft, weltweit die freie Meinungsäußerung und den Datenschutz. Yahoo! hat sich bereits auf unterschiedliche Weise auf die Problematiken hingewiesen,  die sich durch die Überschneidung von Menschenrechten und Technologie ergeben. Wir haben formale Vereinbarungen mit anderen Informations-, Kommunikations- und Technologieunternehmen, Menschenrechtsorganisationen, der US-Regierung, akademischen Institutionen und sozial verantwortlichen Investoren getroffen, um Initiativen ins Leben zu rufen, mit denen die freie Meinungsäußerung und der Datenschutz gefördert werden. Wir fühlen uns verpflichtet, uns aktiv daran zu beteiligen, neue Wege zu finden, um die Menschenrechte weltweit zu schützen und zu fördern.