Artikel drucken

25.04.2007

China: Yahoo wegen Musik-Links verurteilt

Dass aus dem besten Wein scharfer Essig werden kann, musste jetzt Yahoo in China erfahren: Ein Gericht in Peking verurteilte den Suchmaschinenbetreiber wegen Links zu illegalen Kopien von Musik zu einer Geldstrafe von 19.000 Euro.

Der französische Moralist Jean de La Bruyère (Link: http://www.academie-francaise.fr/immortels/base/academiciens/fiche.asp?param=114) konstatierte einmal, es gäbe erheblich mehr Beispiele von großer Liebe, als von echter Freundschaft. Das scheint sich bei Yahoo nicht herumgesprochen zu haben, denn trotz vorauseilendem Gehorsam (Link: http://www.validome.org/blog/news/Item-126), verurteilte Busenfreund Peking den Suchmaschinenbetreiber zu der Zahlung von 19.000 Euro Strafe wegen Links zu illegalen Download-Seiten. Die IFPI (Link: http://www.ccc.de/updates/2005/gema-abmahn) (International Federation of the Phonographic Industry) hatte gegen Yahoo in China geklagt (Link: http://www.neowin.net/index.php?act=view&id=39718), weil die Suchmaschine, in ihren Suchergebnissen Links gelistet hatte, die zu illegalen Musik-Downloads führten:

Eleven IFPI member companies alleged that Yahoo China infringed IFPI members' copyrights by making copyrighted songs available for download without permission and filed suit in the Beijing No. 2 Intermediate Court, seeking 5.5 million Chinese yuan in damages.

Neben der Geldstrafe, muss Yahoo! jetzt auch die Musik-Links zu den illegalen Download-Seiten aus seinen Suchergebnissen entfernen. SO hat man sich in Sunnyvale Freundschaft bestimmt nicht vorgestellt.