Artikel drucken03.05.2007Usability-Studien - Es geht um Verhalten, nicht um Meinungen
Die Aussagekraft von Usability-Studien steht und fällt mit der richtigen Vorgehensweise und Aufbau der entsprechenden Anordnung im Vorfeld der Untersuchung. Im Gegensatz zur Marktforschung, die an Meinungen interessiert ist, geht es bei Usability-Untersuchungen um konkretes Verhalten von Nutzern.
Aus diesem Grund, muss die Auswahl der Studienteilnehmer (Probanden) - vom geographischen Standpunkt her - nicht zwingend repräsentativ sein, meint Jakob Nielsen in einem interessanten Artikel (Link: http://www.useit.com/alertbox/user-test-locations.html) zur Methodik von Usability-Studien. Im Rahmen ihrer Untersuchungen, ist für Marktforscher ein repräsentativer Querschnitt der Befragten von größter Bedeutung; dadurch müsste bei der Auswahl der Studienteinehmer, die Verschiedenartigkeit der Befragten in verschiedenen geographischen Regionen berücksichtigt werden. Nicht so bei der Untersuchung von Usability (Link: http://www.validome.org/blog/news/Item-82), hier spielen geographische oder lagebedingte, kulturelle Unterschiede unter den Studienteilnehmer kaum eine Rolle, so der Erfahrungswert von Nielsen. Hiermit dürfte der geographische Raum als notwendige Teilmenge einer repräsentativen Grundgesamtheit, nicht mehr von großer Bedeutung sein. But when it comes to reacting to a set of interaction design options, people usually interpret the screen elements the same, no matter where they live. What's easy in one city is just as easy in another city. Nielsen nennt allerdings auch einige Ausnahmen, in einigen Fällen - z.B. Usability-Untersuchungen bei einem internationalen Publikum, hier finden regional und kulturell bedingte Unterschiede in Verhaltensmustern Berücksichtigung - kann die geographische Varianz im Rahmen eines relevanten Stichprobenplans durchaus eine große Rolle spielen. |