Artikel drucken15.05.2007Bargeldlose Bezahlung bei der Polizei NRW
Ich kenne viel zu viele Nachteile und Schattenseiten der bargeldlosen Bezahlung, um davon überzeugt zu sein. Wenn es gar nicht anders geht, ja, ansonsten nein danke. Was ich nicht wusste aber schmerzlich erfahren durfte, ist, sogar die Polizei NRW schwört jetzt auf diese Zahlungsform.
Vor einigen Tagen war ich gerade unterwegs und wollte an der Ausfahrt Erkelenz-West auf die A46 auffahren, als mich ein Polizist rechts heranwinkte. "Führerschein und Fahrzeugpapiere...bitte" sagte mir der freundliche Mann durch das heruntergelassene Fenster. Nach Durchsicht der Papiere, fragte er mich, ob ich wüsste, warum ich angehalten wurde. Oops, ich war nicht angegurtet! Also gut, ich zückte meine EC-Karte, er steckte diese in sein mobiles Terminal und fummelte eine Weile daran, bis er mich bat, die Geheimnummer einzugeben. Nach meiner Eingabe, betrachtete er das Monitor des Terminals, blickte fragend zu seinem Kollegen der wissend nickte und zog die Karte aus dem Terminal heraus. Wohl zu früh, denn das Teil meldete einen ungültigen Vorgang. Also, alles wieder von Anfang an...und dann, ja dann...brach der Armselige eine große Ecke meiner EC-Karte. Und DAS in seinem Telecash-Terminal. Oops, sagte er, das tut mir aber Leid. Und zu seinem Kollegen: "Wie kriegen wir jetzt das abgebrochene Kartenstück aus dem Terminal heraus???" Fazit: Hätte ich mit Bargeld den Strafzettel bezahlen können, hätte die Polizei NRW das Geld schon in der Kasse und ich müsste mir nicht eine neue EC-Karte besorgen. Der Mehrwert einer bargeldlosen Zahlung ist mir in diesem Fall völlig schleierhaft, ausser Spesen (für alle Beteiligten), nichts gewesen. |