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29.06.2007

Google vs. Microsoft aus Sicht eines Angestellten

Über den virtuellen Kampf zwischen den zwei Giganten ist zwar einiges geschrieben worden, jedoch sind bisher kaum Internas nach Außen gedrungen. Ein ehemaliger Google-Angestellter, der jetzt für Microsoft arbeitet, plaudert ein wenig aus der Nähkiste.

In seinem neuen Say "No" to Google Blog (Link: http://no2google.wordpress.com/), verrät er einiges über den Alltag von Angestellten des Suchmaschinenbetreibers und vergleicht das allgemeine Klima und die Abläufe mit der von Microsoft. Einige interessante Aussagen (Link: http://no2google.wordpress.com/2007/06/24/life-at-google-the-microsoftie-perspective/):

  • Die Google-Entwickler hätten kein eigenes Privatleben, die Arbeit im Unternehmen ist ihr Lebensinhalt
  • Google sorgt mit verschiedenen Leistungen wie Kantine für drei Mahlzeiten am Tag, kostenlose Busse, Fitness-Center, etc., dass die Mitarbeiter das Gelände des Unternehmens kaum noch verlassen müssen, um "rundherum" versorgt zu sein

Dabei suggeriert der Autor natürlich, die oben genannten Vorteile, wären Teil eine "Gängelungsstrategie", die Google gegenüber ihren - vorwiegend blutjungen - Mitarbeitern verfolge. Er vermerkt allerdings auch, dass die Sache mit der offenen Kantine prima sei, daran sollte sich Microsoft schleunigst orientieren.
Für diejenigen Entwickler, die eine Karriere bei Google anstreben, überbringt der "NoGoogler" schlechte Nachrichten:

  • Glaubt man seiner Aussage, verdienen Entwickler in Mountain View weniger als in Redmond: "Google actually pays less salary than Microsoft."
  • Weiterhin bestehen für gute Entwickler bei Google kaum Aufstiegschancen, die Karrieremöglichkeiten sind demnach beschränkt: "There is no career development plan from individual contributor to manager.  Basically if you get good reviews, you get more money and a fancier title ("Senior Software Engineer II") but that's about it."

Der NoGoogler erzählt weiterhin noch eine Menge über Großraumbüros und ihre Auswirkungen auf Arbeitsklima und Leistungsvermögen und -wille der Angestellten und lässt sich ausführlich über den Coolness-Faktor aus, der die begehrten Google-Jobs umgarnt. Skurril: Viele Kommentatoren in diesem Beitrag, empfinden seine Aussagen als Affront gegen das "Heiligtum Google" und beschimpfen den Autor ob seiner Aussagen.
Da hat es aber Google weit gebracht, wenn Nutzer sich zu eherenamtlichen Anwälten eines Großunternehmens erklären und "ihr Baby" bis aufs Blut verteidigen...;-)