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07.01.2006

E-Mail Spam - James McCalla muss 11,2 Milliarden USD zahlen

James McCalla wurde von einem US-amerikanischen Gericht zu der Zahlung einer Strafe in Höhe von 11,2 Milliarden US-Dollar verurteilt und darf per gerichtlicher Verfügung, das Internet für die Dauer von drei Jahren nicht nutzen. Das ist die höchste Strafe, die jemals weltweit gegen einen E-Mail Spammer verhängt wurde.

McCalla wurde bereits 2003 durch das Unternehmen CIS (Link: http://www.cis.net/) Internet Services verklagt und beschuldigt, die Netze und technischen Vorrichtungen von CIS genutzt zu haben, um über 280 Millionen Spam-Mails zu versenden. Der Chef von CIS - Robert Kramer - hatte bereits 2004 ein ähnlich drastisches Urteil in Sachen E-Mail-Spam gegen die Unternehmen Cash Link Systems und TEI Marketing Group aus Florida, und AMP Dollar Savings aus Arizona erwirkt, damals wurden die Beschuldigten zur Zahlung von 1 Milliarde USD verurteilt.
Der durch dubiosen E-Mail-Versand entstandene Schaden durch Inanspruchname von Netzen verschiedener Provider in den USA ist immens, sogar Grossunternehmen wie AT&T waren mehrfach betroffen. Darüber hinaus, zerstören Spam-Mails die Wirksamkeit und Glaubwürdigkeit des Mediums an sich und verursachen dadurch einen enormen gesamtwirtschaftlichen Schaden, so Robert Kramer in einer Stellungsnahme (Link: http://www.wired.com/news/politics/0,69966-0.html?tw=wn_tophead_7) zu dem Vorgang

This ruling sets a new standard, gross abusers of e-mail risk exposure to public ridicule as well as the economic death penalty.

Nach Ansicht anderer US-Provider, wird dieses neuerliche Urteil kaum dazu beitragen, E-Mail-Spam einzudämmen, zumal das unaufgeforderte Versenden von E-Mails in den USA nicht verboten ist. US-Gesetze verbieten bisher lediglich falsche oder irreführende Angabe hinsichtlich des Absenders und des Betreffs der Mail.