Artikel drucken14.12.2007Michael Arrington - Der Chefblogger und die Kehrseite der Medaille
Michael Arrington ist ein cleverer Mann. Er hat es mit techcrunch.com geschafft, von den großen Medien als "zuverlässige Quelle" zitiert zu werden, sein Blog ist in den USA eine der meist gelesenen Publikationen. Doch die Herrlichkeit erweist sich zunehmend als Paradies mit kleinen Fehlern.
Das Image des smarten Michael Arrington bekam erstmals Kratzer, als er Ende 2006, seinen UK-Editor Sam Sethi, aufgrund "politisch inkorrekter" Äusserungen (Link: http://uk.techcrunch.com/2006/12/11/le-web3-the-good-bad-and-ugly/) zum Le Web 3, feuerte (Link: http://www.crunchnotes.com/?p=322). Michael Arrington (Link: http://www.techcrunch.com/), der mit seinem Blog angeblich 240.000 Dollar pro Monat verdient (Link: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,512854,00.html), ist in der Internetszene ein anerkannter StartUp-"Experte". Der verarmte Web-2.0-Adel (Link: http://www.validome.org/blog/news/Item-31), stets auf der Suche nach frischem Geld, hängt an seinen Lippen, seine Artikel entscheiden über öffentliche Beachtung und lebenswichtige Finanzierungsrunden - oder über Niedergang. Dass Blognation aufgrund dessen eingestellt wird (Link: http://updates.blognation.com/2007/12/13/heres-to-you-mrs-arrington-goodbye-and-good-luck-startups/), dürfte für die Webgemeinde zu verschmerzen sein. Allerdings offenbart dieser Fall die Doppelzüngigkeit und rabiate Vorgehensweise der selbsternannten Web-2.0-Gurus und -Experten im täglichen Umgang - vorbei ist es mit dem netten "Social" und "Community-Gedanken", wenn es um eigene finanzielle Interessen geht, spielt Objektivität offensichtlich keine Rolle mehr. Keule statt Kuscheln - "Chefblogger" Michael Arrington ist ein Paradebeispiel für den Wolf im Schafspelz, aber sicherlich nicht der einzige Vertreter dieser Spezie innerhalb der verlogenen Web-2.0-Zunft...;-) [Update] I'm the sort of friend that will stand in front of you and take the force of the blow, go to jail, give up my last dollar...there are few limits to what I would do for a real friend. The counterpoint to that is that my friendship and loyalty come with a price. That price is honesty. That price is respect. That price is integrity. I don't expect my friends to be perfect - God knows, I am far from perfect myself. I don't even expect my friends to be willing to go to the same lengths for me that I would for them. But I expect...no I DEMAND integrity in the relationship.[...] I didn't ask you for anything more than for the truth.[...] To begin with, you told me lies.[...] Diese Posse zwischen Sam Sethi und Michael Arrington und deren erbärmliches Verhalten ist für die Szene typisch: Sprechblasen satt, Lügen, kleinkarierte Grabenkriege, enttäuschte Hoffnungen und gebrochene Versprechungen. Web 2.0 halt...;-) |