Artikel drucken02.12.2006Google-Buchsuche enttarnt Plagiate
Die Google-Buchsuche war bereits mehrfach Anlass hitziger Debatten hinsichtlich Urheberrechte und spaltet immer noch die Lager. Ein kaum erwähnter - aber sehr nützlicher Punkt - ist jedoch, dass man mit Hilfe dieses Dienstes, etwaige Plagiate entdecken kann.
Die Buchsuche (Link: http://books.google.de/) des Suchmaschinenbetreibers Google ermöglicht eine gezielte Textsuche von in Büchern abgedrucktem Material. Die hierbei durchforsteten Quellen sind laut Aussage von Google (Link: http://books.google.de/googlebooks/about.html) zum einen Verlage mit denen das Unternehmen entsprechende Vereinbarungen hat ("[...] Verlage und Autoren besser Werbung für ihre Bücher betreiben können, indem sie Ihnen eine begrenzte Anzahl von Seiten zur Einsicht anbieten." ), zum anderen das Print Library Project, das die Sammlungen einiger Blibliotheken beinhaltet; ist ein Werk nicht mehr urheberrechtlich geschützt, kann es sogar vollständig online eingesehen werden. In einem sehr interessanten, aber kaum beachteten Artikel (Link: http://www.slate.com/id/2153313/?nav=tap3), beleuchtet Paul Collins ein sehr interessanter Aspekt dieses Dienstes: die Buchsuche ermöglicht nämlich mancherorts die Enttarnung von Plagiaten, indem es die unerlaubte Übernahme von ganzen Passagen (!!!) aus anderen Werken aufdeckt. Die Phrasensuche ertappt somit nicht ehrliche Autoren dabei, wie sie andere Werke (zumindest in Auszügen) als die eigenen ausgeben: For any plagiarist living in an age of search engines, waving a loaded book in front of reviewers has become the literary equivalent of suicide by cop. Also: in Zeiten datenhungriger Suchmaschinen, ist es besser, das dreiste Abschreiben zu unterlassen - die Einhaltung der Zitationsregeln mit entsprechender Angabe der Originalquelle und Beachtung von Copyrights / Lizenzen sollte sowieso für jeden Autor eine Selbstverständlichkeit sein. |