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03.02.2007

Microsoft-Bashing - Die Realität ist ernüchternd

Microsoft zu kritisieren, ist mittlerweile Programm. Düstere Voraussagen zum baldigen "Ableben" des Softwareunternehmens aus Redmond und Bashing sind zum Alltag geworden, die Realität spricht allerdings oftmals eine andere Sprache.

Microsoft-Bashing ist eigentlich alles andere als ungewöhnlich, manchmal muss man allerdings (auch als Linux-Fan) schmunzeln, wie weit weg von der Realität manche Menschen mit ihren Behauptungen liegen. So lese (Link: http://www.basicthinking.de/blog/2007/02/02/zune-phone-vs-iphone/) ich ganz erstaunt im Blog von Robert Basic

[...]hm.. so langsam wirds peinlich, wie MS Apple, Google, Netscape, Sony, Nintendo, Linux etcpp hinterherhechelt, sobald mal jemand was Neues rausgebracht hat.[...]

Für eine Firma die "hinterherhechelt", hat Microsoft allerdings beindruckende Zahlen vorzuweisen, die Redmonder konnten im letzten Geschäftsquartal über 11 Milliarden US-Dollar Umsatz - bei einem Gewinn von 2,63 Milliarden USD - vorweisen (Link: http://www.heise.de/newsticker/meldung/84300).
Die von Robert erwähnten Innovationskanonen Apple und Google blieben zusammengerechnet unter dem Umsatz und Gewinn, den Microsoft erzielen konnte: Apple (Link: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/vwdnews/0,2828,ticker-26852776,00.html) setzte 7,12 Milliarden USD um, der Gewinn betrug im letzten bilanzierten Quartal 1 Mrd. US-Dollar. Der Quartalsumsatz im Hause Google (Link: http://www.heise.de/newsticker/meldung/84617), wurde im Q4 2006 mit 3,21 Milliarden Dollar, der Gewinn in diesem Zeitraum mit 1,03 Mrd. Dollar angegeben.

Es reicht in diesem simplen Fall die Zahlen richtig zu lesen, um sich bewusst zu werden, dass Microsoft in der Realität sowohl Apple, wie auch Google derzeit noch bei weitem überflügelt. Von der faktischen Monopolstellung auf Desktops (derzeit ca. 94 Prozent) mal ganz abgesehen...
Es gibt halt viele Wege zum Erfolg, jedoch ist der First-Mover-Status keinesfalls eine Garantie für Erfolg mit "innovativen" Produkten - wobei hier noch die Frage zu beantworten wäre, in wie weit besipielsweise der iPod oder der neuerdings angekündigte iPhone (Link: http://www.dsltarife.net/news/2488.html) eine riesige Innovation darstellen ;-)

Microsoft ist halt in bestimmten Kreisen alles andere als beliebt, es bleibt jedoch festzustellen, dass zumindest die aktuellen Zahlen die bestehende Realität um einiges exakter darstellen, als vielen Gegnern lieb wäre: Redmond erwirtschaftet solide Umsätze, hat unglaubliche Liquiditätsreserven und hat sich es auf 94 Prozent der Rechner gemütlich gemacht - Linux und Apple bringen es zusammen gerade einmal auf 6 Prozent der Desktop-Rechner. Wenn DAS hinterherhecheln ist...