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05.03.2007

Sueddeutsche Zeitung - Verkauf an "Heuschrecke" ausgeschlossen

...sagt zumindest Sueddeutsche-Mitgesellschafter Johannes Friedmann und nimmt damit Stellung zu den Gerüchten um einen möglichen Verkauf des Leitmediums an einem Finanzinvestor oder Verlagsgruppe.

Die Sueddeutsche Zeitung (Link: http://www.sueddeutsche.de/) gehört fünf Eigentümerfamilien und der Suedwestdeutschen Medienholding SWMH (ebenfalls Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung). Die "Sueddeutsche" erwirtschaftet zwar - gemessen an üblichen Vorstellungen von Finanzinvestoren - eine relativ geringe Rendite, aber mit einem eventuellen Verkauf der Mehrheitsanteilen, lässt sich derzeit offensichtlich Kasse machen: Der Verkauf der regional beschränkten Braunschweiger Zeitung für 210 Millionen Euro, hat bei drei der fünf Eigentümerfamilien der "Sueddeutschen", Begehrlichkeiten erweckt.

Eine Heuschrecke darf niemals Herausgeber der 'SZ' werden. Dafür werde ich mit allen Mitteln kämpfen

Sagt Friedmann (Link: http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=companiesNews&storyID=2007-03-03T135111Z_01_BON349862_RTRDEOC_0_DEUTSCHLAND-FIRMEN-SDDEUTSCHER-VERLAG.xml&archived=False) gegenüber dem Spiegel und behauptet, der Kauf einer Mehrheitsbeteiligung an dem Sueddeutschen Verlag an einem Finanzinvestor, komme derzeit - Höchstgebote hin oder her - nicht in Frage.
Der Gesamtpreis für die Sueddeutsche Zeitung dürfte derzeit bei ca. 900 Millionen liegen, zu viel für Holtzbrinck, der ebenfalls Interesse bekundet haben soll (Link: http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID3741366_REF2488,00.html). Einem Kauf durch den Axel Springer Verlag dürfte sich das Kartellamt entgegenstellen, mit der WAZ-Gruppe (die im Januar 2007, die Braunschweiger Zeitung gekauft hatte) soll es ebenfalls Gespräche gegeben haben.
Die Kriegskassen möglicher Finanzinvestoren sind zur Zeit prall gefüllt und somit lockt die Eigentümerfamilien der SZ die süßliche Versuchung, sofort Kasse zu machen. Die öffentlich ausgetragene Kritik und Diskussion um die Übernahme (Link: http://www.faz.net/s/Rub8A25A66CA9514B9892E0074EDE4E5AFA/Doc~E2A3FDB3246054525AA562950C0D10043~ATpl~Ecommon~Scontent.html) der Berliner Zeitung durch Mecom-Chef und vermeintliche "britische Heuschrecke" David Montgomery, wird die Eigentümer der SZ vermutlich vorsichtig gestimmt haben.