Artikel drucken15.03.2007Eyetracking und Usability: Artikel und News effektiver gestalten
Es ist schwer genug, im Internet die Aufmerksamkeit der Leser auf eigene Inhalte zu lenken und noch schwerer, die Leser durch die dargebotenen Inhalte, derart zufrieden zu stellen, dass diese auch zurückkehren. Publizisten sollten die Ergebnisse verschiedener Eyetracking-Studien nutzen, um die Usability ihrer Portale signifikant zu steigern.
So zumindest Laura Ruel und Nora Paul, die die legendäre Eyetracking-Studie von Nielsen (Link: http://www.useit.com/eyetracking/) aus dem Jahr 2005, aus Sicht von Online-Journalisten, haben Revue passieren lassen. Hierfür haben sie die ehemalige Co-Autorin und Forschungsleiterin der Nielsen Group - Tara Pernice Coyne - interviewt und sind zu der Schlussfolgerung gekommen (Link: http://www.ojr.org/ojr/stories/070312ruel/), Online-Publizisten könnten auf einfacher Weise, ihre Artikel, bzw. News wesentlich effektiver und übersichtlicher für den Leser gestalten. Eine schnell erfaßbare Artikelstruktur und eine klare Navigation, die dem User ermöglicht, sich schnellstmöglich zurecht zu finden, bilden in diesem Fall eine solide Grundlage für eine vorbildliche Usability "[With eyetracking] we can see that a user may navigate the page of an interface that houses the info she wants [...] but if the text is poorly presented, or the navigation is cluttered, or there are too many superfluous images so she cannot easily find what she needs. This is a lost opportunity." Dabei sind die zu beachtenden Kriterien verblüffend einfach, bedauerlicherweise werden sie durch Publisher kaum beachtet:
Die Ergebnisse der Eyetracking-Studie von Nielsen und die Konsequenzen für die Usability sind zwar seit Erscheinen der Studie heiß diskutiert worden, eine merkliche Reaktion der Publisher ist leider nicht in Sicht. Oftmals entfalten die simpelsten Sachen die meiste Wirkung, DAS scheint bei den meisten Webdesignern und Publishern nicht angekommen zu sein. |