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25.03.2007

Infoworld stellt Printausgabe ein

Das IT-Fachmagazin InfoWorld wird am Montag die Einstellung seiner Printausgabe bekannt geben. Für Insider kommt dieser Schritt nicht unerwartet, die allgemeine Krise der Printbranche und eine nicht klare thematische Abgrenzung gegenüber anderen Titeln des Verlags, hätten erheblich zu dieser Konsequenz beigetragen.

InfoWorld (IDG)Der Herausgeber des IT-Fachmagazins InfoWorld (Link: http://www.infoworld.com/), die International Data Group (IDG), besteht seit 1964 und publiziert ca. 300 Zeitschriften in über 80 Ländern der Welt, darunter die bekannten Magazine ComputerWorld und InfoWorld mit deutschen Pendants wie Computerwoche oder PC Welt.
IDG stellt nun die Printausgabe seines IT-Wochenmagazins InfoWorld ein und will sich vollständig auf die Online-Ausgabe konzentrieren. Die Internetausgabe des Fachmagazins gehört zu den Pionieren der Branche und hatte als eines der ersten Leitmedien beispielsweise RSS, Podcasts, Screencasts, etc. integriert. InfoWorld war auch in Sachen Onlinewerbung neuen Erlösmodellen gegenüber ziemlich aufgeschlossen, man experimentierte bereits sehr früh mit Werbeeinblendungen in RSS-Feeds oder "innovativer" Newsletter-Werbung.

InfoWorld hatte einen dramatischen Rückgang seiner Einnahmen aus dem Printbereich hinnehmen müssen, die Online-Erlöse hingegen, machen über 35 Prozent der Gesamteinnahmen des Verlags aus, so Colin Crawford (zuständig für den Bereich Online der Publikation) bereits am 09.03.2007 in seinem Blog (Link: http://colincrawford.typepad.com/idg/2007/02/the_transformat.html)

In the US, our online revenue now accounts for over 35% of our total US publishing revenues. Next year, for many brands online revenues will be greater than print revenues, if fact they already are at some of our key brands and by 2009 - approximately 50% of IDG's US revenues will come from online.

Matt McAlister, früherer InfoWorld-Veteran, zeigt sich von dier Entscheidung kaum überrascht (Link: http://www.mattmcalister.com/blog/2007/03/24/156/rumor-infoworld-to-close-magazine-business/), für ihn ist - über die bereits erwähnte Krise der Printbranche hinaus - dieser bedauerliche Schritt die logische Konsequenz der verlagsinternen Kannibalisierung zwischen den einzelnen IT-Titeln.
Bitterer Beigeschmack: Die InfoWorld-Mitarbeiter erfuhren von dieser Entscheidung der Verlagsleitung erst aus einem Artikel der San Francisco Chronicle (Link: http://sfgate.com/cgi-bin/blogs/sfgate/detail?blogid=19&entry_id=14710), ihr weiteres Schicksal ist noch nicht geklärt.