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19.04.2007Massaker von Blacksburg - Das Multimedia-Manifest des Cho Seung-Hui
32 Tote, eine schockierte Öffentlichkeit und wieder aufflackernde Diskussionen über unkontrollierbare Gewalt und zu lasche Waffengesetze in den USA - das ist die Bilanz des Massakers von Blacksburg. Nun schickte der offenbar medienaffine Amokläufer Cho Seung-Hui sein "Multimedia Manifest" an den Fernsehsender NBC.
Das Massaker von Blacksburg war offensichtlich geplant, die Gesellschaft hätte "hundert Milliarden Chancen" gehabt, dieses Blutbad zu verhindern, verkündet Todesschütze Cho Seung-Hui in seinem Multimedia Manifest, das der Amokläufer per Post an den Fernsehsender NBC geschickt hatte. Das "Vermächtnis" des Killers enthält umfangreiches Foto- und Videomaterial, sowie eine Erklärung zu dem Massaker, in der Cho Seung-Hui seinen Hass auf die Gesellschaft und die Reichen zum Ausdruck bringt. In seiner Erklärung, sieht er sich als Märtyrer im Dienste von Schwachen und Schutzlosen, ähnlich wie Jesus Christus. Bei einer derart professionell veranstalteten Selbstinszenierung und wirrem Gedankengut, stellt sich für mich die Frage, wäre das Massaker von Blacksburg mit schärferen Waffengesetzen tatsächlich zu verhindern gewesen, oder sind Geistesgestörte wie Cho Seung-Hui faktisch unkontrollierbar? Ist der Schrei der Gesellschaft nach noch mehr Regulierung nicht eher ein Zeichen der Ohnmacht im Umgang mit derartigen Vorkommnissen? Hass, Gewalt und geistige Verwirrung lassen sich kaum kontrollieren, daran wird auch das hektische Treiben von Politik und Medien kaum etwas ändern können. |
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