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30.05.2007Frankfurter Rundschau jetzt im Tabloid-Format
Die "Frankfurter Rundschau", an der die Verlagsgruppe Dumont Schauberg seit 2006 die Mehrheit hält, präsentiert sich ab sofort in einem neuen Tabloid-Format. Zusammen mit anderen Maßnahmen, soll das handliche Format dabei helfen, neue Leser zu gewinnen.
Das neue Tabloid-Format (235 x 315 mm) soll der Rundschau einen modernen, handlichen Zuschnitt verleihen, der Hauch der Veränderung und der in der deutschen Zeitungslandschaft aparte Look (die bekanntesten Zeitungen erscheinen hierzulande im Norddeutschen - 307 x 528 mm -, Rheinischen - 325 x 485 mm -, oder im Berliner Format - 265 x 430 mm -) soll die "alte Dame" zu neuem Leben erwecken. Die Umstellung der Frankfurter Rundschau auf Tabloid birgt durchaus Risiken, weiss man im Vorfeld kaum, wie Leser und Alt-Abonnenten auf das neue Format reagieren; der Dortmunder Zeitungsexperte Horst Röper betrachtet die Erneuerung recht skeptisch und meint Ich erwarte kurzfristig negative Effekte. Alt-Abonnenten sind in der Regel konservativ eingestellt. Das wird zu Abbestellungen führen. Seit 2003 kriselt es beim Frankfurter Blatt, in den letzten Jahren war die Gesamtzahl der Beschäftigten von 1.700 auf 750 reduziert worden, bis 2008 sollen weitere 200 Stellen gestrichen werden. Die fetten Jahre scheinen auch für die Rundschau vorbei zu sein, ob die Formatumstellung den gewünschten Positiveffekt mit sich bringt, daran kann getrost gezweifelt werden. Die Medienkrise ist keine Frage des Formats, sondern ein Struktur- und Digitalisierungsproblem. |
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